Ein Blütenstand entwickelt sich

Nach dem Entfernen des Winterschutzes bei der ausgepflanzten Musa basjoo haben fast alle Scheinstämme zügig wieder ausgetrieben. Nur der älteste Scheinstamm wollte irgendwie keine neuen Blätter bilden. Der Grund für das verlangsamte Wachstum wird nun allmählich sichtbar. Zu unserer Freude scheint sich ein Blütenstand zu bilden und das, obschon wir erst Mitte Juni haben. Nun hoffen wir natürlich auf einen langen und warmen Sommer, damit sich der Blütenstand möglichst gut entwickeln kann und es vielleicht sogar das erstem Mal zur Fruchtbildung kommt.

Der Lenz ist da!

Am  17. November letzen Jahres wurde die Musa basjoo im Garten in ihr Winterquartier gepackt. Nach nunmehr 140 Tagen haben wir den zwei Meter hohen Kubus entfernt.  Wegen der Temperaturmessung mit einem Funksensor wussten wir, dass die Innentemperatur den Winter hindurch nie unter 3 °C gelegen hatte. Trotzdem ist das Auspacken der Pflanze immer mit einer gewissen Anspannung verbunden, denn man wünscht sich natürlich, dass die Scheinstämme möglichst trocken und in gutem Zustand geblieben sind.

Achtung, fertig, los. Regenschutzblache entfernen, Holzdeckel lösen und vorsichtig und Schicht um Schicht das Stroh abtragen. Der erste Eindruck war gut und das Stroh schien ziemlich trocken geblieben zu sein. Als wir dann auch auf praktisch unversehrte, gerollte junge Blätter stiessen, stimmte uns bereits positiv.

Nachdem die gesamte Staude freigelegt war, stellten wir erfreut fest, dass die Pflanze in ausgezeichnetem Zustand war. Lediglich ein einziger Scheinstamm musste wegen Fäulnis etwas eingekürzt werden. Gerade an solchen Schnittstellen ist dann das rasante Wachstum einer Banane eindrücklich zu beobachten. Die Blätter stossen binnen weniger Stunden teleskopartig aus, sobald die Pflanze wieder dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.

 

Winterschutz – Teil 2

Gestern war es soweit. Die Musa basjoo in unserem Garten musste ihre Blätterpracht zu Gunsten eines warmen Winterquartiers lassen.

Der diesjährige Turm hat eine Grundfläche von 1,5 x 1,5 Meter und eine Höhe von 2 Metern. Die Scheinstämme sind gut mit trockenem Stroh gemulcht und der Turm oben ist der Turm mit einem Deckel gut verschlossen. Damit es im Innern des Turms über den ganzen Winter trocken bleibt, haben wir diesen zusätzlich mit einer Blache gedeckt. Im Innern haben wir direkt über dem Boden wieder einen Funk-Temperatursensor platziert. Die Aussentemperatur betrug heute Morgen -1 °C, während uns der Funksensor im Innern des Turms eine Temperatur von +7 °C meldete. Der Winter kann jetzt kommen.

   

Winterschutz – Teil 1

Heute fallen die ersten leichten Schneeflocken vom Himmel. Deshalb haben wir letzte Woche auch den Winterschutz für unsere Musa basjoo im Garten vorbereitet.  Das letztjährige Prinzip mit den Palettenrahmen ist wegen dem enormen Wachstum der Staude zu klein geworden, weshalb dieses Jahr eine neue Konstruktion aus Holz die Pflanze unbeschadet durch den Winter bringen soll. Die vier Eckpfeiler und der erste Meter Verschalung sind nun bereits montiert.

Obschon die Temperaturen nachts bereits nahe am Gefrierpunkt sind, lassen wir die Kiste im Moment noch einige Tage offen und gönnen der Staude nach dem äusserst trockenen Sommer noch etwas Regen. Das ist nicht problematisch, denn die Scheinstämme der Musa basjoo vertragen Minustemperaturen kurzzeitig ohne Probleme und das Rhizom ist sogar noch robuster. Unter Umständen erfieren in den nächsten Nächten zwar die Blätter, aber diese werden in Kürze sowieso abgeschnitten, wenn dann die Scheinstämme mit trockenem Stroh gemulcht und die Kiste bis auf 2 Meter erhöht und geschlossen wird. Aufgrund der Erfahrungen aus dem letzten Winter muss diesen Winter zudem der Regenschutz noch verbessert werden, um das Eindringen von Nässe möglichst ganz zu verhindern. Eine entsprechende wasserdichte Schutz-Plane liegt bereits bereit.

Beeindruckende Scheinstämme

Nach einem warmen, langen aber äusserst trockenen Sommer hat der Herbst nun definitiv Einzug gehalten und ab und zu bläst bereits eine ziemlich kühler Wind. Unsere Musa basjoo im Garten hat die Höhe von 4 Metern inzwischen überschritten, aber der Wind kann dem Horst mit seinen beeindruckenden Scheinstämmen nur wenig anhaben. Die langen Blätter sind vom Wind und der Trockenheit zwar inzwischen etwas zersaust, aber diese werden wegen dem Winterschutz in Kürze so oder so leider abgeschnitten. Die Scheinstämme haben aber diesen Sommer eine beeindruckende Grösse erreicht.

 

Die Musa basjoo im Garten

Dieses Jahr haben wir in der Schweiz einen heissen und äusserst trockenen Sommer. Regen ist seit Wochen absolute Mangelware, was mit allabendlichem Schleppen von mehreren Kannen Wasser für die Musa basjoo im Garten verbunden ist. Die Mühe lohnt sich aber allemal, denn die Staude dankt es uns mit rasantem und üppigem Wachstum.

Die Musa basjoo hat inzwischen eine Gesamthöhe von ca. 3,5 Metern erreicht und sie produziert Blätter mit einer Länge von mehr als 1,5 Metern. Nach der letztjährigen späten Blüte hoffen wir in diesem Jahr natürlich auf eine frühere Blüte, denn die Bedingungen sind in diesem Sommer bis jetzt optimal. Obschon erst Ende Juli ist, machen wir uns aber auch schon erste Gedanken zur Überwinterung. Aufgrund der beeindruckenden Grösse wird die Methode mit einem Turm aus Palettenrahmen ohne massives Einkürzen der Staude nicht mehr funktionieren. Es sind also neue Ideen gefragt, aber bis zum ersten Frost bleibt zum Glück noch etwas Zeit.

Invasion der Blattläuse

Die Musa basjoo in unserem Garten gedeiht dank herrlichem Sommerwetter und warmen Temperaturen weiterhin prächtig. Nachdem mir in den letzten Wochen bereits eine Zunahme von Ameisen auf den Blättern aufgefallen war, ist mir nun auch der Grund klar geworden. Blattläuse haben insbesondere die jungen Ableger an der Basis der Pflanze in Beschlag genommen. Die Pflanze ist durch die Läuse zwar nicht unmittelbar gefährdet, aber der Honigtau, welcher von den  Blattläusen abgesondert wird, verklebt die jungen Blätter zunehmend und hindert diese am Ausrollen. Das führt zu verkümmerten Blättern und kann auch zu Blattstau führen. Ausserdem beeinträchtigt starker Lausbefall natürlich auch das optische Erscheinungsbild der Pflanze.

Ich habe mir deshalb ein biologisches Sprühmittel gegen Läuse besorgt und die Stellen mit Lausbefall behandelt. Die stark befallenen Blätter habe ich abgeschnitten und kompostiert. Auf die gleichzeitige Bekämpfung der Ameisen, welche die Blattläuse melken und umsorgen, verzichte ich im Moment. Biologische Mittel gegen Läuse basieren übrigens auf einem Gemisch aus Wasser, Schmierseife und Alkohol. Sie schaden der Pflanze nicht und schonen Nützlinge wie Marienkäfer und Ohrwürmer, die gegen Läuse unterstützend wirken. Sollte in einigen Wochen eine Nachbehandlung nötig sein, werde ich das Bio-Pestizid gemäss den Tipps auf dieser Webseite selber herstellen.

 

 

Die Musa basjoo im Garten treibt neu aus

Nachdem wir vor 50 Tagen den Winterschutz der Musa basjoo entfernt haben, treibt die Pflanze nun prächtig aus. Es ist faszinierend und beeindruckend zugleich, mit welcher Geschwindigkeit die Pflanze wächst. Bei warmen Temperaturen und viel Sonnenlicht ist bei den Blättern täglich gut und gerne ein Wachstum von 3 bis 4 cm zu beobachten. Gepflegt wird die Pflanze mit reichlich Wasser und einer wöchentlichen Dosis Volldünger. Welke, braune Blätter werden je nach Grösse teilweise oder ganz abgeschnitten, damit die Staude die ganze Energie in die Bildung von neuer Blättern stecken kann.

   

Der Winterschutz wird entfernt

Der grosse Tag ist gekommen. Ostermontag, 2. April 2018. Nach knapp 5 Monaten haben wir heute den Winterschutz unserer Musa basjoo im Garten entfernt. Diesen Tag haben wir mit grosser Spannung erwartet, denn zum ersten Mal überhaupt haben wir den Versuch gemacht, die Scheinstämme einer ganzjährig ausgepflanzten Banane mit einem guten Winterschutz mehr oder weniger unbeschadet durch den Winter zu bringen.

Eines vorweg: Obschon die Aussentemperatur im Februar 2018 deutlich unter die minus 10 °C Marke gefallen ist, sank die Temperatur im Innern unseres Palettenturms gemäss Funk-Temperatursensor nie unter plus 2 °C. Das stimmte uns grundsätzlich positiv, aber zeitweise war der Funk-Temperatursensor auch mehrere Tage ausgefallen, was auch ein Indiz für ungewünschte Feuchtigkeit oder Nässe im Innern des Turms sein könnte.

Mit erwartungsvollen Augen wie kleine Kinder an Weihnachten haben wir also heute unsere Musa basjoo ausgepackt. Tatsächlich waren einige Stellen im Stroh ziemlich nass und da gibt es für die Zukunft sicher noch Potenzial für Verbesserungen. Glücklicherweise scheint aber die Mehrheit der Scheinstämme trotz Feuchte in relativ gutem und robusten Zustand zu sein. Zu unserer grossen Überraschung scheinen auch die jungen Stämme den Winter relativ gut überstanden zu haben. Wie zu erwarten war, ist der Stamm, der im letzten Herbst eine Blüte hervor gebracht hatte, saft- und kraftlos. Schweren Herzens wird dieser älteste und dickste Scheinstamm knapp über dem Boden abgeschnitten. Die anderen Scheinstämmen kürzen wir nur dort ein, wo die Enden offensichtlich morsch oder faul sind. Die nächsten Tage werden nun zeigen, ob sich unser Winterschutz bewährt hat. Die Wetterprognose ist auf jeden Fall trocken und warm, was wir bei der Wahl des Zeitpunkts zum Entfernen des Winterschutzes natürlich berücksichtigt haben.

  

Winterschutz für die Musa basjoo

Die ersten Frostnächte mit Temperaturen um -5 °C sind vorbei und das ist der Musa basjoo im Garten auch gut anzusehen. Die Blätter sind nun welk und kraftlos. Obschon die Scheinstämme und das Rhizom einer Musa basjoo noch deutlich tiefere Temperaturen vertragen, ist es nun an der Zeit, die Pflanze zum ersten Mal für den Winter zu schützen.

Seit längerer Zeit haben wir uns mit dem Thema Winterschutz vertraut gemacht. In einschlägigen Foren im Internet (z.B. www.bananas.org) findet man verschiedene Erfahrungsberichte und auch Jäck beschreibt in seinem Buch verschiedene Techniken zur Überwinterung von Bananen im winterkalten Klima. Nachdem sich diesen Spätsommer eine Blüte im Ansatz gebildet hat ist für uns klar, dass wir die Scheinstämme der Pflanze möglichst unbeschadet durch den Winter bringen wollen, um damit die Chance einer erneuten Blüte im kommenden Sommer zu erhöhen. Das Zurückschneiden der Scheinstämme und bodenebenem Schutz des Rhizoms kommt deshalb nicht in Frage. Auch das Beheizen der Scheinstämme ist wegen der fehlenden Energieversorgung am Standort (im Moment) kein Thema.

Wir haben uns deshalb in Vorfeld eine eigene bauliche Variante für einen unbeheizten und trockenen Winterschutz ausgedacht und das notwendige Material besorgt. Die folgenden Schritte und Bilder dokumentieren, wie wir heute die Musa basjoo für den Winter geschützt haben.

Schritt 1: Die Pflanze muss leider ihre Blattpracht lassen und die Blätter werden mit einem Messer abgeschnitten. Auf dem Bild ist auch der Ansatz der Blüte noch zu erkennen. Die Blüte wurde später aufgrund der Höhe ebenfalls abgeschnitten, aber den Scheinstamm lassen wir aus purer Neugierde stehen, obschon dieser so oder so absterben wird.

Schritt 2: Wir rechnen eigentlich damit, dass es die jüngeren Kindel trotz Winterschutz nicht unbeschadet durch den Winter schaffen und zurückfrieren. Die älteren Scheinstämme wickeln wir aber im unteren Bereich mit Kokosfasermatten ein, um sie zusätzlich gegen Frost zu schützen.

Schritt 3: Ein Turm aus Palettenrahmen soll um die Scheinstämme aufgebaut werden. Styrodurplatten an der Innenseite des untersten Palettenrahmens sollen für zusätzliche Isolation in Bodennähe sorgen. Obschon wir die Scheinstämme nicht mit Heizkabeln versehen, wollen wir die Temperatur im Innern unseres Turms im Auge behalten. Deshalb legen wir einen batteriebetriebenen Funk-Temperatursensor direkt auf den Boden im Zentrum des Turms.

Schritt 4: Mit den Palettenrahmen wird nun Etage für Etage aufgebaut und das Innere des Turms mit trockenem Stroh gemulcht. Das Stroh wird dabei gut verdichtet, damit es im Verlaufe der Wintermonate nicht zusammenfällt.

  

Schritt 5: Um der Konstruktion noch mehr Stabilität zu verleihen, werden die einzelnen Palettenrahmen mit Dachlatten miteinander verschraubt. Der fertige Turm aus 4 Rahmen wird schliesslich mit einem Palettendeckel gedeckt und ein alter Duschvorhang soll dafür sorgen, dass kein Regen oder Schnee von oben eindringen kann. Mit einem Spanset wird der Duschvorhang rund um den Turm festgezurrt, damit er vom Wind nicht weggeblasen werden kann. Leider haben wir es versäumt, ein Foto vom fertigen Bauwerk mit Duschvorhang zu machen 😉

Der Winter kann nun zwar kommen, aber weil wir bis dato noch keine Erfahrungen mit dem Winterschutz von Bananen in Freilandkultur haben, bleibt eine gewisse Anspannung erhalten, ob es die die prächtige Musa basjoo auch wirklich durch den Winter schafft. In einigen Monaten werden wir es wissen…